Was ist eine Skoliose?

Eine Skoliose ist eine Seitverbiegung mit gleichzeitiger Rotation der Wirbelsäule um die Längsachse. 

Dies führt zu einer Asymmetrie des Oberkörpers mit Schulterhochstand, einem Rippenbuckel und auf der Gegenseite dem Rippental. 
Diese Verkrümmung der Wirbelsäule nimmt vor allem während der Jugend bei verstärktem Körperwachstum immer mehr zu und führt gleichzeitig zu einer Versteifung, wenn nicht aktiv dagegen therapiert wird. 
Leider führt eine dauerhafte Fehlstellung der Wirbelsäule zu einer schnelleren Abnutzung, so dass Patienten mit einen Skoliose, mit zunehmendem Lebensalter unter erheblichen Beschwerden leiden können.
Die als Folge der Skoliose auftretende krankhafte Verkürzung des Rumpfes führt zu einer enormen Belastung innerer Organe wie Herz, Lunge, Nieren, Magen und Darm.  (Siehe Bilder unten)

Skoliose von 54° nach Cobb bei 
einer 13-Jährigen

Skoliose als Ursache der Bauchlage im Schlaf, bei einem 14-Jährigen

Nicht behandelte Skoliose im Erwachsenenalter, 63 Jahre alt

Laut klassische Medizin ist eine Skoliose oft „idiopatisch“, was so viel bedeutet, Sie findet keine Ursache(unbekannte) und eine Skoliose entsteht einfach von selbst. Mädchen sind von dieser Form häufiger betroffen als Jungs. 
Trotzdem liegen in den meisten Fällen aber wichtige Ursachen vor die zur einen Skoliose führen können. 

Ist die Ursache der Skoliose bekannt, so spricht man von einer symptomatischen bzw. sekundären Skoliose. 

Mögliche Ursachen hierfür sind laut klassische Medizin:

  • angeborene Fehlbildungen der Wirbel
  • neuromuskuläre Skoliose
  • Systemerkrankungen 
  • Traumatische Verletzungen, Amputationen, Operationen


Einer der wichtigsten und den klassische Medizin unbekanntesten Ursache ist der Lagebedingte Skoliose, die zum Beispiel durch die Bauchlage im Schlaf verursacht wird. 
Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen in der Entwicklung, trägt die Bauchlage dazu bei dass die meiste Verformungen entstehen, wodurch verschiedene Formen von Skoliose entstehen können. 

In der Bauchlage wird nicht nur die Wirbelsäule in verschiedenen Positionen verdreht,  sondern die Muskelspannung an gewisse Stellen so überfordert und unbewusst unter Spannung gelegt, dass extreme Verkürzungen entstehen. Die dauerhafte Fehlstellung der Wirbelsäule führt zu deren verstärkter Abnutzung der Wirbelsäule, verbunden mit zunehmende Rückenschmerzen.

Auch andere Gelenke wie die Hüft- und Kniegelenke sind von der dauerhaften Fehlbelastung durch die Skoliose der Wirbelsäule betroffen und können frühzeitige Abnutzungserscheinungen aufweisen. 
 
Eine zweite nicht medizinisch kontrollierte Ursache könnte auch nur eine genetisch vererbte Skoliose sein, zum Beispiel durch Familiäre Vorbelastung. 
Wie bei viele Krankheiten,  sind oft in der Regel auch Eltern oder andere Verwandten vorbelastet mit eine Skoliose. Genetisch liegt der Grund darin, an der vererbte Bau der Wirbelsäule sowie die Spannungsveranlagung in den Organen, insbesondere das Große Netz. Hier können sich Spannungen mit Verklebungen entwickeln. 

Durch die Verdrehung der Wirbelsäule und die damit einhergehende Verkürzung des Rumpfes kommt es zu einer Verkleinerung des Brust- und Bauchraumes, die eine Funktionseinschränkung verschiedener innerer Organe mit sich bringen kann. Vor allem die Leistungsfähigkeit des Herzens und der Lunge sind eingeschränkt, in extremen Fällen auch die der Nieren, des Magens und des Darms. Darüber hinaus treten bei der unbehandelten Skoliose durch die ständige Verkürzung des Rumpfes im höheren Lebensalter verschiedenste Komplikationen zu Tage. 

Bei der körperlichen Untersuchung zeigt sich in der Regel eine deutliche seitliche Verbiegung der Wirbelsäule. Eine  Röntgenaufnahme liefert die Diagnose. 
Der Therapie richtet sich nach der Ursache der Skoliose, dem Alter des Patienten und dem Ausmaß der skoliotischen Fehlstellung. 
Bei beginnenden Skoliosen stehen dabei vor allem krankengymnastische Maßnahmen im Vordergrund. 

Bei frühzeitiger Therapie ist der Skoliose gut behandelbar.  Im Regelfall ist eine Skoliose früh erkennbar, auch bei Kindern im Kindergartenalter.
Das Ziel ist es, die Fehlstellung der Wirbelsäule weitgehend zu korrigieren und eine Verschlimmerung zu verhindern. 
Regelmäßige ärztliche Kontrollen der Wirbelsäule sind notwendig, um Verschlimmerung der Erkrankung rechtzeitig zu erkennen, sodass die Therapie fortgesetzt werden kann.
 
Eine Korsettbehandlung wird oft bei starke Skoliosen (zwischen 20 und 50 Grad nach Cobb) zusätzlich zur Krankengymnastik empfohlen. Für die betroffenen Kinder eine sehr belastende Maßnahme, da nur das konsequente Tragen des Korsetts gute Erfolge garantiert, dies aber oft und gerade in der Pubertät viele soziale Probleme mit sich bringt. Weshalb Sie den Korsett zum Beispiel in der Schule nicht tragen möchten. 

 
Anderseits ist es fraglich ob ein Korsett tatsächlich dazu beiträgt das eine Skoliose dadurch auch korrigiert wird. In viele Fälle kommt es hierbei oft auch zu Verschlimmerung, da die normalen körperlichen Abläufe vom Alltag erheblich eingeschränkt werden, und gleichzeitig die Skoliose in seiner Position festgehalten wird sodass das Muster einer Skoliose nicht unterbrochen werden kann.
 
Deshalb ist und bleibt es wichtig dass regelmäßig eine starke individuelle Physiotherapie stattfindet, wobei mit Aktive Übungen die Wirbelsäule wöchentlich korrigiert wird.

Praxis Robert den Besten Osteopathie

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